Die religiösen NGOs wurden dennoch untersucht

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Russia Christian news – German version, May 2013

Dr.phil. William Yoder

 

Ursprünglich waren religiöse Organisationen von der neuen russischen Gesetzgebung, die darauf zielte, die Arbeit von ausländisch-finanzierten Nichtregierungsorganisationen (NGOs) zu behindern, ausgenommen. Dennoch wurden während April und Mai Tausende von ihnen – auch orthodoxe Kreise und einzelne protestantische Gemeinden – von Staatsbeamten besucht. Die auf Religionsfreiheit spezialisierte und in Oslo beheimatete NGO "Forum 18" berichtete aber nur von einer "durchwachsenen Reaktion zu den umfassenden staatlichen Kontrollen". Sie fügte hinzu: "In manchen Gebieten waren die Kontrollen der Staatsanwaltschaft recht eingehend. Doch in den meisten Fällen gingen die Beamten recht formal ihren Pflichten nach. Sie wollten nur ihre Berichte abliefern als Beweis dafür, daß sie tatsächlich kontrolliert hatten." Evangelische Kirchenführer bezeichneten sich als unbesorgt. Der Pastor einer umstrittenen charismatischen Gemeinde behauptete: "Die Inspektionen wurde taktvoll durchgeführt. Meines Wissens bekam keiner Schwierigkeiten."

Doch ernsthafte Probleme waren im November 2012 aufgetreten. Im Zuge einer unangemeldeten Untersuchung hatten staatliche Einheiten einschließlich getarnter Bereitschaftspolizei mit Hunden das Mitarbeiterlager eines protestantischen Reha-Zentrums für Drogenabhängige umzingelt und – teilweise - gewaltsam geentert. Die Aktion wurde um sechs Uhr morgens losgetreten; den rund 150 schlafenden Mitarbeitern und Kindern wurde ein ernsthafter Schrecken in die Glieder gejagt. "Neues Leben", eins der größten protestantischen Reha-Zentren im Lande, befindet sich in der Region Leningrad unweit der estnischen Grenze. Es wird getragen von der großen pfingstlerischen und charismatischen "Vereinigten Russischen Union der Christen Evangelisch-Pfingstlerischen Glaubens" (ROSKhWE).

Im Zuge des darauffolgenden Eklats mußte Sergei Esipow, der Stellvertretende Staatsanwalt für die Region Leningrad, den Hut nehmen. Dennoch weigerte sich das Ermittlungsamt "mangels Beweises", Anklage gegen die Staatsanwaltschaft zu erheben. In den Gerichtsverhandlungen, die trotzdem erfolgten, warf der Baptist Anatoli Ptschelinzew, leitender Anwalt des Moskauer "Slavic Legal Centre", den Staatsorganen ungesetzlichen Eintritt, ungesetzliches Festhalten und Machtmißbrauch vor. Am 26. April gab Ludmila Schukowa, Richterin des Amtsgerichts der Stadt Kingiseppe, der Kirche Recht. Die Weigerung, der Staatsanwaltschaft den Prozeß zu machen, wurde für ungesetzlich erklärt. Über die endgültige Einigung wird noch verhandelt.

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